Über die Stiftung

Vom historischen Gasthof zum lebendigen Treffpunkt: Die Geschichte des Schäfer-Hauses

Ein Ort für die Vereine und die Kultur

Willkommen im Herzen von Sugenheim!

Das Schäfer-Haus (ehemals Gasthaus „Stern“, später „Wirtschaft von Alfred Stapf“) prägt seit Jahrhunderten das Ortsbild am Marktplatz.

Wo früher Bier gebraut wurde und reges Wirtshaustreiben herrschte, schlägt heute das kulturelle und gesellschaftliche Herz unserer Gemeinde.

1535: Die Wurzeln des Anwesens reichen weit zurück. Bereits im 16. Jahrhundert ist an dieser Stelle ein Gut mit Brau- und Schankrecht verbrieft.

1782: Das heutige, markante Gebäude entsteht und wird rund um das Jahr 1927 grundlegend modernisiert und umgebaut.

Die goldenen Jahrzehnte: Von den 1920er Jahren bis zur Schließung im Jahr 1978 wird das markante, dunkelgrün verputzte Gebäude mit seinem wunderschönen Walmdach als das beliebte Gasthaus Stapf betrieben.

Der Dornröschenschlaf: Nach fast 50 Jahren als lebendiges Wirtshaus folgten Leerstand und eine lange, erfolglose Suche nach Käufern. Das ortsbildprägende Gebäude drohte im Stallbereich allmählich zu verfallen.

Dass das geschichtsträchtige Gebäude heute in neuem Glanz erstrahlt, verdanken wir einer ganz besonderen Sugenheimer Bürgerin: Frau Anna Schäfer.

Sie hatte einen Traum: Sie wollte den Bürgerinnen und Bürgern ihrer Heimat eine bleibende Begegnungsstätte schenken.

Nach ihrem Ableben im Februar 2002 wurde deshalb im November 2004 die „Anna-und-Konrad-Schäfer-Stiftung“ ins Leben gerufen. Neben der Unterstützung einer neuen Aussegnungshalle am Friedhof war der zweite große Stiftungszweck schnell definiert: Die Erschaffung eines „Hauses der Vereine und der Kultur“.

In Rekordzeit zum modernen Vereins- und Kulturzentrum

Im April 2005 wurde der konkrete Raumbedarf der Sugenheimer Vereine ermittelt – das Interesse war überwältigend! Gemeinsam mit dem Amt für Denkmalpflege, der Regierung von Mittelfranken, der Landesstiftung und dem Landkreis wurde ein schlüssiges Nutzungskonzept erarbeitet. Die Finanzierung wurde maßgeblich durch das Entschädigungsfonds-Programm, die Städtebauförderung und die Bayerische Landesstiftung getragen.

Der Umbau im Zeitraffer:

  • Februar 2006: Der Kauf des Anwesens wird beschlossen.
  • Januar 2007: Nach intensiver Planung starten die Abbruch- und Rohbauarbeiten.
  • April 2008: Trotz des enormen Umfangs der Sanierung wird das Vorzeigeprojekt in Rekordzeit fertiggestellt und inklusive der Außenanlagen feierlich übergeben.

Unter der architektonischen Leitung von Karlheinz Liebberger und dank vieler motivierter regionaler Firmen wurde Altes bewahrt und Neues geschaffen. So wurde beispielsweise im ehemaligen Brauraum, der zuletzt nur noch als Garage diente, ein wunderschöner neuer Proben- und Veranstaltungsraum eingerichtet. Und dort, wo vor über 300 Jahren in einer Rauchküche gekocht wurde, befindet sich heute modernste Sanitärtechnik. Der historische Gewölbekeller hinter der Treppe konnte komplett erhalten werden.

Raum für Gemeinschaft

Mit der feierlichen Namensgebung „Schäfer-Haus“ am 21. November 2006 wurde der Wunsch der Stifterin für immer im Herzen der Gemeinde verankert.

Heute bietet das Gebäude flexibel unterteilbare Säle, moderne Probenräume und einladende Sitzungsmöglichkeiten. Es steht allen Vereinen, der Ortsjugend und gemeinschaftlichen Veranstaltungen offen. Dem alten Gasthof wurde nicht nur sein früherer Glanz zurückgegeben – er hat eine neue, vorbildliche Bestimmung gefunden, die das Miteinander in Sugenheim nachhaltig stärkt.

Ein Ort von Bürgern für Bürger – lebendig, geschichtsträchtig und zukunftsorientiert.